Zyklusstörungen
Die Störungen des Monatszyklus zeigen sich bei PCOS-Patientinnen erst nach und nach. Die meisten Patientinnen haben zunächst normale Blutungen, erst später treten Zyklusstörungen auf und der Eisprung bleibt aus. Eine spontane Schwangerschaft ist insbesondere bei jungen Frauen noch möglich. Später im Leben kommt es durch den Überschuss an männlichen Hormonen und durch das Ausbleiben des Eisprungs oft zu einer Einschränkung der Fruchtbarkeit. Allerdings bedeutet das nicht, dass Frauen mit PCOS keine Kinder bekommen können. Oft hilft eine einfache Ernährungsumstellung oder eine medikamentöse Behandlung, den Eisprung wieder herzustellen.
Eine neue Studie aus Norwegen berichtet, dass PCOS-Patientinnen im Vergleich zu den anderen Frauen, sogar einen Vorteil haben. So fängt die biologische Uhr bei den nicht PCOS Frauen bereits ab dem 27. Lebensjahr langsam zu „ticken" an, während die PCOS Patientinnen eine überdurchschnittlich hohe Reserve an Eizelle haben und ihre Fruchtbarkeit bis zum 41. Lebensjahr relativ unverändert bleibt.
Die Zyklusstörungen können allerdings dazu führen, dass sich die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) verstärkt aufbaut, wodurch es häufiger zu Entstehung von Gebärmutterkrebs kommen kann. Dieses Risiko ist kleiner, wenn die Patientin die Antibabypille oder Gelbkörperhormone einnimmt. Dadurch kommt es zu einer regelmäßigen Blutung, der Zyklus ist stabil. Aus diesem Grund ist die Behandlung von Zyklusstörungen auch bei Frauen ohne Kinderwunsch sehr wichtig.







