Fachärztin für Gynäkologie & Geburtshilfe
Vitamine, Antioxydantien, Kaffee, Schokolade & Co

Vitamine und Mineralstoffe

Vitamine und Minerale enthalten keine Kalorien und sind für unser Leben unerlässlich.

Eine ausgewogene Diät sollte ausreichende Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen enthalten. In bestimmten Lebensabschnitten müssen Sie noch extra zugeführt werden.

  • Multivitaminpräparate sollten eingenommen werden: bei einer Erkrankung, die über 2 Wochen anhält oder falls sie länger als einen Monat eine kalorienreduzierte Diät einhalten (weniger als 1600 Kilokalorien am Tag),
  • Vitamin D und Calcium – falls sie zu wenig Milchprodukte aufnehmen (Veganer) oder eine beginnende Osteoporose oder ein erhöhtes Risiko für diese Krankheit haben
  • Folsäure – bereits vier Wochen vor der Schwangerschaft und bis zur 16. Schwangerschaftswoche sollen alle Frauen 400µg Folsäure am Tag einnehmen. Dadurch reduziert sich das Risiko, dass das Kind eine Wirbelsäulenfehlbildung hat.
  • Eisen – falls sie über 3 Monate unter starken Regelblutungen leiden
  • Vitamin C – falls sie rauchen, brauchen sie mehr Vitamin C, allerdings sollten sie ohnehin versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören
  • Vitamin B  – falls sie länger als 3 Monate viel Alkohol trinken – auch hier ist dringend eine Reduktion des Alkoholkonsums angeraten.
 

Antioxydantien

Eine gesunde Ernährung bedeutet: viel Vitamine, Mineralstoffe und Wasser, aber wenig Salz.

Reich an Antioxydantien wie Vitamin A, C, E, Selen und ß-Karotin sind:

  • Heidelbeeren
  • Knoblauch
  • Traubenschale
  • Äpfel
  • Rotwein
  • Olivenöl
  • Tomaten
  • Sojabohnen
  • grüner Tee
  • Schokolade

Antioxydantien schützen vor den sogenannten „freien Radikalen“. Das sind chemisch höchstaktive Wirkstoffe die Zellen und Moleküle schädigen. Unglaublich, aber wahr: insbesondere Sauerstoff kann starken Schaden anrichten, wenn ihn nicht Antioxydantien unter Kontrolle halten. Freie Radikale werden ständig im Körper als Nebenprodukte wichtiger Stoffwechselprozesse gebildet. Besonders wird ihre Bildung durch Stresssituationen, Nikotinkonsum oder bei Strahlenbelastung angeregt, dies wird als oxydativer Stress bezeichnet. Freie Radikale greifen wichtige Zellstrukturen, wie z.B. die DNA- Moleküle oder die Zellmembranen an. Dort führen sie zu Schäden und in weiterer Folge kann es zur Änderung des Erbgutes kommen, zur Entstehung von Krebszellen, zur Veränderung des Cholesterins, zu Ablagerungen in der Gefässwand und schließlich zu  Arteriosklerose. Deshalb sind Antioxydantien als Gegenspieler so ungemein wichtig, insbesondere in manchen Lebenssituationen sind sie unerlässlich.

Wenn Sie Ihrem Körper ausreichend Antioxydantien zuführen wollen: essen Sie fünf Mal am Tag Obst oder Gemüse!

 

Schokolade

Schokolade enthält ein Flavonol namens Catechin. Flavonole sind eine interessante Gruppe von antioxydativen Substanzen und es scheint, dass sie das Risiko für Herzerkrankungen senken und Insulinresistenz bessern. Allerdings: nur dunkle Schokolade mit mindestens 70% Kakaoanteil hilft und nur wenn sie in kleinen Mengen genossen wird.

 

Alkohol

Alkohol in kleinen Mengen kann sich günstig auf die Blutgefäße auswirken, insbesondere während der Wechseljahre. Rotwein enthält zum Beispiel viele Antioxydantien und Alkohol allgemein erhöht den Anteil am „guten“ Cholesterin im Blut. (HDL high-density-lipoproteins) Trinken Sie jedoch pro Tag nicht mehr als 2-3 „Alkoholeinheiten“, auch wenn Sie selten Alkohol trinken. Eine Einheit entspricht 10 ml purem Alkohol.

Hier können Sie sehen, wie viele Einheiten in verschiedenen Getränken enthalten sind:

1 Einheit:          25 ml Spirituosen

1,5 Einheiten: 175ml Rot- oder Weißwein

2 Einheiten:      ein Krügel Leichtbier –  

3 Einheiten:      ein Krügel Starkbier

Die Nachteile des übermäßigen Alkoholkonsums sind allgemein bekannt. Wenn Sie abnehmen möchte, sollten Sie bedenken, dass Alkohol

  • den Appetit steigert,
  • viele Kalorien enthält, ohne dass er satt macht (1 Glas bzw. 175ml trockener Weißwein enthält 115 Kilokalorien; 300 ml Bier bereits 100 Kilokalorien),
  • zu Kontrollverlust führt und Sie dadurch Gefahr laufen mehr zu essen und
  • sich mit manchen Medikamenten nicht verträgt, die Ihnen in der PCOS-Behandlung verschrieben werden.

 

Kaffee

Viele unter PCOS leidende Frauen fühlen sich tagsüber sehr müde. Dies kann zwei Gründe haben: die  Insulinresistenz oder die Schlafapnoe. Gerne helfen sich Frauen dann mit Kaffee. Er schmeckt gut und hilft den Tag zu bewältigen. Er hilft das Tief nach dem Mittagessen zu überwinden, sich besser bei einer langen Autofahrt zu konzentrieren und hilft gegen eine beginnende Verkühlung anzukämpfen. Allerdings hat Kaffee auch viele Nachteile, z.B. kann er den Blutdruck und den Cholesterolwert erhöhen. Trinken Sie daher nicht mehr als 4-5 Tassen normalstarken Kaffee pro Tag.

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